Katze hat Magen-Darm-Probleme: Was jetzt wirklich hilft

Grau getigerte Katze mit grünen Augen liegt zusammengerollt auf einer hellen Leinendecke, eine Hand streichelt sie sanft am Kopf.

Der Napf ist noch halb voll, und das war er gestern Abend auch schon. Auf dem Flurteppich liegt ein Fleck, den du beim Rausgehen fast übersehen hättest, und deine Katze sitzt seit Stunden mit untergeschlagenen Pfoten auf dem Sessel, statt dich wie sonst in die Küche zu begleiten. In genau diesem Moment stellst du dir dieselbe Frage wie alle Katzenhalter vor dir: Ist das ein verdorbener Magen, der morgen vorbei ist – oder fängt hier etwas an? Dieser Beitrag hilft dir beim Einordnen: welche Zeichen harmlos sind, welche nicht warten dürfen, was du zu Hause tun kannst und was du besser lässt.

Wichtige Erkenntnisse

  • Katzen verstecken Beschwerden lange: Rückzug, ungewöhnliche Liegeplätze und ein halb voller Napf sind oft die ersten Zeichen – nicht das Erbrechen.
  • Eine Katze darf nicht hungern: Frisst sie 24 Stunden nichts, gehört sie untersucht. Ihre Leber verkraftet Fastenpausen schlecht. Meine absolute Futterempfehlung: Paneon- der Link leitet dich zum wertvollsten Futter für Katzen und Hunde weiter: https://donata.paneon.eu/shop.php?cms_nav_id=1228
  • Blut, Apathie und schwallartiges Erbrechen sind Notfälle: Bei diesen Zeichen wird nicht beobachtet, sondern gefahren.
  • Akut und chronisch sind zwei verschiedene Dinge: Was länger als drei Wochen dauert oder immer wiederkehrt, braucht eine Diagnose, keine Schonkost.
  • Stress schlägt auf den Magen: Schon ein veränderter Tagesablauf erhöht bei gesunden Katzen das Risiko für Erbrechen und Futterverweigerung messbar.
  • Vorbeugen ist unspektakulär: Futter langsam umstellen (https://donata.paneon.eu/shop.php?cms_nav_id=1228) regelmäßig entwurmen, Lilien und Schnüre aus der Wohnung – das nimmt die häufigsten Auslöser aus dem Spiel.

Deine Katze frisst schlecht und niemand findet den Grund? Wenn die Tierärztin nichts findet und deine Katze trotzdem nicht sie selbst ist, frage ich sie direkt – Erstgespräch per E-Mail. info@donataebel.com oder +43 720 511899

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Welche Symptome zeigen Magen-Darm-Probleme bei der Katze?

Magen-Darm-Probleme bei Katzen zeigen sich durch Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Appetitverlust, Gewichtsabnahme und Bauchschmerzen – oft aber zuerst durch leises Verhalten: Rückzug, ungewöhnliche Liegeplätze, weniger Putzen. Weil Katzen Beschwerden lange verbergen, sind Veränderungen im Alltag ein wichtigeres Frühwarnzeichen als der eine Fleck auf dem Teppich.

Das Schwierige daran: Katzen erbrechen gelegentlich, ohne krank zu sein. Die Fachplattform tfa-wissen nennt als unauffällig ein- bis zweimal im Jahr, bei Langhaarkatzen wegen der Haarballen bis zu vier- bis sechsmal im Jahr. Ein Haarballen – ein feuchtes, walzenförmiges Knäuel aus unverdautem Fell – alle ein bis zwei Wochen ist laut dem Cornell Feline Health Center bei Katzen, die viel Fell schlucken, ebenfalls nichts Ungewöhnliches. Erbricht deine Katze dagegen öfter als einmal pro Woche, empfiehlt Cornell eine tierärztliche Abklärung.

Worauf du achten kannst, bevor du in der Praxis anrufst – die Tierärztin wird genau das fragen:

  • Wie oft und seit wann? Einmal am Morgen oder dreimal in zwei Stunden macht einen Unterschied.
  • Wie sieht es aus? Unverdautes Futter, gelbliche Galle, weißer Schaum, Haare – oder Blut, frisch rot oder dunkel wie Kaffeesatz.
  • Wie ist der Kot? Weich, wässrig, schleimig, schwarz oder blutig. Ein Foto mit dem Handy erspart dir das Beschreiben.
  • Frisst und trinkt sie? Ein halb voller Napf über einen ganzen Tag ist bei Katzen ein eigenes Warnzeichen.
  • Wie verhält sie sich? Verkriecht sie sich an Orten, an denen sie sonst nie liegt? Putzt sie sich weniger? Reagiert sie empfindlich, wenn du den Bauch berührst?
Grau getigerte Katze liegt still mit untergeschlagenen Pfoten auf einem Sessel, davor steht ein halb voller Futternapf unberührt am Boden.

Viele Halter erzählen mir, dass sie im Rückblick die ersten Zeichen schon Tage vorher gesehen hatten – die Katze war „irgendwie stiller“. Dieses Bauchgefühl ist keine Einbildung. Es ist meist die einzige Sprache, in der eine Katze früh über Unwohlsein spricht. Bitte füttern Sie (gegensätzlich zum Tierhalter der Abbildung oben) ausschließlich Nassfutter im Sinne der Gesundheit Ihrer Katze! Ausnahmen: falls man sehr betagte Seniorenkatzen adoptiert, die ansonsten viel zu wenig fressen, kann man auch schon Mal etwas Getrocknetes beifüttern- hier gibt es auch wertvolle Snacks von Paneon https://donata.paneon.eu/shop.php?cms_nav_id=1228)

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Wann muss deine Katze mit Erbrechen oder Durchfall sofort zum Tierarzt?

Sofort zum Tierarzt gehört deine Katze bei wiederholtem, schwallartigem Erbrechen mit zunehmender Schwäche, bei Blut im Erbrochenen oder im Kot, bei Verdacht auf Fremdkörper oder Gift, bei Lethargie, bei fehlendem Harnabsatz und wenn sie länger als 24 Stunden nichts frisst. Leichter Durchfall bei einer sonst munteren Katze darf einen Tag beobachtet werden.

Die Universitätsklinik für Kleintiere der Vetmeduni Wien hat die Notfälle bei der Katze auf einem Infoblatt zusammengefasst. Für den Bauch sind daraus drei Punkte entscheidend: wiederholtes, schwallartiges Erbrechen mit zunehmender Schwäche, das Verschlucken von Fremdkörpern oder giftigen Substanzen und Nahrungsverweigerung über mehr als 24 Stunden. Als typische Ursachen für das schwallartige Erbrechen nennt die Klinik verschluckte Haare, Schnüre, Geschenkbänder oder Lametta, eine Darmeinstülpung und die Bauchspeicheldrüsenentzündung.

Was du siehstWas du tust
Mehrfaches schwallartiges Erbrechen, Katze wird schwächer · Blut im Erbrochenen oder Kot · Verdacht auf Schnur, Band, Lilie oder Gift · kein Harnabsatz · Atemnot, Krampfanfall · aufgeblähter, druckempfindlicher BauchSofort in die Praxis oder Klinik, auch nachts. Vorher anrufen, damit das Team vorbereiten kann.
Erbrechen und Durchfall gleichzeitig · seit 24 Stunden nichts gefressen · Körpertemperatur unter 38,0 oder über 39,3 Grad · gelbliche oder blasse Schleimhäute · Kitten, Senioren oder chronisch kranke Katzen mit DurchfallNoch heute in der Praxis anrufen und vorstellen.
Einmal erbrochen, danach frisst, trinkt und spielt sie · weicher Kot, sonst alles wie immerBeobachten, höchstens 24 Stunden. Keine Besserung bis zum nächsten Tag: Praxis anrufen.

Zwei Dinge kannst du zu Hause selbst prüfen. Die Vetmeduni nennt für eine gesunde Katze eine Körpertemperatur von 38,0 bis 39,3 Grad, gemessen rektal mit einem digitalen Thermometer, während eine zweite Person die Katze hält. Und die Maulschleimhaut: Blassrosa ist normal. Blass deutet auf Blutarmut oder Schock hin, gelb auf Gallenfarbstoffe – ein Hinweis auf die Leber, der laut Vetmeduni häufig erst sehr spät bemerkt wird.

Für Tirol gibt es eine feste Anlaufstelle: Die Seite tierarzt-notdienst.tirol zeigt tagesaktuell, welche Praxis Bereitschaft hat. Am Wochenende von Samstag 12:00 Uhr bis Montag 7:00 Uhr sowie an Feiertagen erreichst du die zentrale Notrufannahme unter +43 676 885 088 2444, werktags in Innsbruck und Umgebung den Kleintier-Notdienst unter +43 664 255 92 53. Die Kliniken der Vetmeduni in Wien sind rund um die Uhr unter +43 1 25077-5555 erreichbar. Im Notdienst wird vor Ort bezahlt, mit erhöhtem Tarif.

Dieser Beitrag ersetzt keinen Tierarztbesuch. Er hilft dir beim Einordnen, nicht beim Diagnostizieren. Wenn eines der Zeichen aus der ersten Tabellenzeile auftritt, ist die richtige Reaktion immer der Anruf in einer Praxis oder Klinik – und nicht die weitere Recherche.

Die Warnzeichen, die nicht nur den Bauch betreffen, habe ich in einem eigenen Beitrag zu den Katzensymptomen, die einen Tierarztbesuch erfordern, zusammengestellt.

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Welche Ursachen stecken hinter Magen-Darm-Problemen bei Katzen?

Hinter akuten Magen-Darm-Problemen bei Katzen stecken meist Fütterungsfehler, ein zu schneller Futterwechsel, verdorbenes Futter, Parasiten, Infektionen, Stress oder etwas Verschlucktes. Wiederkehrende oder länger als drei Wochen andauernde Beschwerden deuten dagegen auf Futtermittelunverträglichkeit, chronische Darmentzündung, Schilddrüsenüberfunktion, Bauchspeicheldrüsenentzündung oder Tumoren hin – und brauchen eine Diagnose statt Schonkost.

Die Unterscheidung zwischen akut und chronisch ist die wichtigste, die du treffen kannst, weil sie bestimmt, was als Nächstes sinnvoll ist. Die Tierklinik-Kette AniCura zählt zu den Auslösern Infektionen mit Bakterien, Viren und Parasiten wie Giardien oder Würmern, Futterumstellung und Unverträglichkeiten, gewürzte Speisereste oder Mülltonneninhalt, Stoffwechselerkrankungen wie Pankreatitis und Schilddrüsenüberfunktion, Vergiftungen, Tumoren und Stress. Die Fachplattform tfa-wissen spricht von chronischen Beschwerden, wenn sie länger als drei Wochen andauern oder wiederkehren – und nennt dafür Futtermittelunverträglichkeit, entzündliche Darmerkrankung, Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes, Wurmbefall, Lymphome und chronischen Stress.

AkutChronisch
DauerStunden bis wenige Tagelänger als drei Wochen oder immer wiederkehrend
Typische AuslöserFutterwechsel, verdorbenes Futter, Speisereste, Müll, Stress, Parasiten, Infekt, verschluckte Schnur, GiftpflanzeFuttermittelunverträglichkeit, entzündliche Darmerkrankung, Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes, Pankreatitis, Tumoren, chronischer Stress
Was auffälltplötzlich, die Katze war vorher fitschleichend: Gewichtsverlust, stumpfes Fell, gute und schlechte Phasen im Wechsel
Wer klärt es24 Stunden beobachten, dann PraxisPraxis mit Kotuntersuchung (Sammelprobe über drei Tage), Blutbild und Ultraschall, bei Bedarf Endoskopie mit Gewebeprobe

Ein Sonderfall, der tödlich enden kann, sind Lilien. Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN Österreich warnt, dass schon Pollen, ein Blatt oder ein Schluck aus dem Vasenwasser zu akutem Nierenversagen führen können. Die ersten Zeichen sind unspektakulär – Speicheln, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen – und genau das macht sie gefährlich, weil sie wie ein verdorbener Magen aussehen. Auf der Liste stehen außerdem Dieffenbachie, Efeu, Weihnachtsstern, Tulpen, Narzissen, Oleander und Maiglöckchen.

Bei chronischen Beschwerden führt die Diagnostik oft über eine Ausschlussdiät: Laut tfa-wissen bekommt die Katze mindestens vier bis sechs Wochen ausschließlich ein Futter mit einer einzigen Proteinquelle, danach wird gezielt provoziert. Das ist mühsam und funktioniert nur, wenn wirklich nichts anderes in den Napf und in den Mund kommt – auch keine Leckerli vom Nachbarn.

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Alle Befunde unauffällig – und deine Katze frisst trotzdem nicht mit dem gewohnten Appetit?

Manchmal ist die medizinische Seite geklärt und das Fressverhalten trotzdem nicht. Ich frage deine Katze, was aus ihrer Sicht los ist und übersetze dir die Antwort 1:1. Schreib mir an info@donataebel.com oder ruf an unter +43 720 511899.

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Wie kannst du deiner Katze bei leichten Beschwerden zu Hause helfen?

Bei leichten Beschwerden hilfst du deiner Katze mit leicht verdaulicher Schonkost in vier bis fünf kleinen Portionen über den Tag, mit frischem Wasser an mehreren Stellen und mit Ruhe. Was du nicht tust: sie fasten lassen – Katzen sollten nicht länger als zwölf Stunden ohne Futter bleiben – und Medikamente aus der eigenen Hausapotheke geben.

Der wichtigste Punkt steht gleich am Anfang: Eine Katze wird nicht auf Fastenkur gesetzt. Die Tierarztpraxis Mühlhausen formuliert es so: Katzen sollten grundsätzlich nicht länger als zwölf Stunden ohne Futter bleiben, weil längeres Fasten zu einer gefährlichen Leberverfettung führen kann. Der steirische Tierarzt Mag. Manfred Brandl beschreibt diese hepatische Lipidose als häufige Erkrankung bei Katzen, bei der in 95 Prozent der Fälle ein Auslöser vorausgeht – ein Umzug, ein Futterwechsel, Zahnschmerzen, eine andere Erkrankung. Die Katze hört auf zu fressen, die Leber verfettet, und am Ende steht eine stationäre Behandlung mit Sondenfütterung und Infusionen. Übergewichtige Katzen sind besonders gefährdet.

Schonkost für Katzen sieht anders aus als für Hunde. Die Praxis Mühlhausen empfiehlt gekochtes Hühnerfleisch ohne Haut mit etwas Hüttenkäse oder Magerquark. Reis, der beim Hund Standard ist, verwerten Katzen schlechter. Die Menge verteilst du auf vier bis fünf kleine Mahlzeiten und fütterst so drei bis fünf Tage, danach mischst du schrittweise wieder das gewohnte Futter unter. Wer nicht kochen möchte, bekommt in der Tierarztpraxis fertige Magen-Darm-Diäten. Beides ist nicht ausgewogen und deshalb kein Dauerfutter.

Eine Hand stellt einer grau getigerten Katze eine kleine weiße Schale mit gekochtem Hühnerfleisch und Hüttenkäse auf den Küchenboden.

Die kleinen Portionen haben übrigens einen Grund, der über die Schonung hinausgeht: Katzen verteilen ihre Nahrung von Natur aus auf bis zu 16 kleine Mahlzeiten am Tag, wie Brandl beschreibt. Eine kranke Katze, der man zweimal täglich einen vollen Napf hinstellt, frisst oft gar nichts – dieselbe Katze nimmt einen Esslöffel warmes Hühnerfleisch aus der Hand.

Was du bleiben lässt:

  • Keine Medikamente aus der Hausapotheke. Schmerzmittel und Magenmittel für Menschen können bei Katzen schwere Nebenwirkungen auslösen. Auch bei Hausmitteln wie Heilerde oder Flohsamenschalen gilt: erst mit der Praxis sprechen, nicht einfach untermischen.
  • Kein Zwang. Eine Katze, die sich gegen Futter wehrt, braucht die Tierärztin, nicht die Spritze mit Brei.
  • Kein Abwarten über 24 Stunden, wenn sie gar nichts frisst – das ist die Grenze, die auch die Vetmeduni Wien zieht.

Wasser stellst du an mehrere Stellen in der Wohnung, weg vom Futternapf und weg vom Katzenklo. Nassfutter oder etwas Wasser unter das Hühnerfleisch gemischt bringt zusätzlich Flüssigkeit in die Katze, die bei Durchfall verloren geht. Und dann: Ruhe. Ein warmer, ungestörter Platz, keine Besucher, keine Umräumaktionen. Was ich als Tierkommunikatorin dabei tun kann, ist Begleitung – die medizinische Versorgung ersetzt es nie.

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Welche Rolle spielt Stress bei Verdauungsproblemen der Katze?

Stress kann bei Katzen Erbrechen, Durchfall und Futterverweigerung auslösen – auch bei völlig gesunden Tieren. Eine Untersuchung der Ohio State University zeigte 2011, dass schon ein veränderter Tagesablauf das Risiko für solche Krankheitszeichen um das 3,2-Fache erhöht. Umzug, neue Mitbewohner, Streit unter Katzen im Haushalt oder unregelmäßige Fütterungszeiten gehören zu den typischen Auslösern.

Die Untersuchung ist deshalb so aufschlussreich, weil sie nicht mit kranken, sondern auch mit gesunden Katzen gearbeitet hat. Forscher der Ohio State University beobachteten 32 Katzen – 12 gesunde und 20 mit einer chronischen Blasenerkrankung – über 77 Wochen und veröffentlichten die Ergebnisse im Januar 2011 im Journal of the American Veterinary Medical Association. Drei Krankheitszeichen machten 88 Prozent aller Auffälligkeiten bei den gesunden Katzen aus: Erbrechen, Harn- oder Kotabsatz außerhalb der Kiste und weniger Fressen. In Wochen, in denen die Routine gestört wurde – andere Pfleger, verschobene Fütterungszeiten, weniger Ansprache –, stieg das Risiko für diese Zeichen bei allen Katzen um das 3,2-Fache. Die Empfehlung der Forscher: Fütterung jeden Tag zur selben Zeit, feste Plätze für Katzenklo und Näpfe, Vorhersehbarkeit.

Welche Situationen Katzen im Alltag belasten, beschreibt die britische Fachorganisation International Cat Care: das Teilen von Kisten, Näpfen, Kratzbäumen und Schlafplätzen mit Katzen, mit denen man sich nicht versteht; Menschen, die zu oft hochheben oder sich unberechenbar verhalten; Langeweile und Eingesperrtsein; fehlende Verstecke; zu wenige saubere Katzenklos. Chronisch gestresste Katzen fressen, putzen sich und setzen Kot und Harn nicht mehr wie gewohnt ab, ziehen sich zurück oder reagieren schreckhafter als früher.

In meiner Arbeit erlebe ich immer wieder Katzen, bei denen alle Befunde unauffällig sind und die trotzdem wochenlang schlecht fressen oder immer wieder erbrechen. Wenn ich mich mit so einer Katze verbinde, kommt selten der Bauch zuerst. Es kommt die zweite Katze, die seit dem Frühjahr den Platz am Fenster besetzt. Der Umzug, bei dem die Kiste im Keller gelandet ist. Der Mensch, der seit Monaten selbst nicht schläft. Ob der Bauch die Ursache oder die Folge ist, kann ich nicht sagen – das ist die Aufgabe der Tierärztin. Was ich anbieten kann, ist die andere Hälfte des Bildes: was die Katze erlebt und was sie sich anders wünscht. Oft ist die Lösung dann erstaunlich praktisch.

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Alles abgeklärt – und deine Katze bleibt trotzdem angespannt?

Ich frage deine Katze, was sie gerade belastet, und übersetze dir ihre Antwort in Aspekte, die du im Alltag ändern kannst. Erstgespräch per E-Mail an info@donataebel.com oder telefonisch unter +43 720 511899.

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Wie beugst du Magen-Darm-Problemen bei deiner Katze vor?

Vorbeugen heißt vor allem: Futter über mindestens eine Woche schrittweise umstellen, regelmäßig gegen Würmer behandeln oder Kot untersuchen lassen, Lilien und andere giftige Pflanzen aus Wohnung und Garten verbannen, Schnüre, Geschenkbänder und Lametta wegräumen und Langhaarkatzen regelmäßig bürsten, damit weniger Haare im Magen landen. Feste Fütterungszeiten nehmen zusätzlich Stress heraus.

Der häufigste selbstgemachte Auslöser ist der zu schnelle Futterwechsel. Royal Canin empfiehlt, eine Katze über mindestens eine Woche umzustellen, und nennt Durchfall und Erbrechen als die häufigsten Beschwerden, wenn es schneller geht. Das Schema ist einfach:

TageGewohntes FutterNeues Futter
1 und 275 %25 %
3 und 450 %50 %
5 und 625 %75 %
ab 7–100 %

Halten die Beschwerden trotz langsamer Umstellung länger als zwei bis drei Tage an, gehört das in die Praxis. Wie du eine Umstellung so gestaltest, dass deine Katze das neue Futter auch annimmt, habe ich im Beitrag zum Futterwechsel für Tiere beschrieben.

Beim Thema Würmer gibt es eine klare Empfehlung der europäischen Parasitologen-Vereinigung ESCCAP: Freigängerkatzen mindestens viermal im Jahr entwurmen oder den Kot untersuchen lassen, reine Wohnungskatzen ein- bis zweimal im Jahr. Katzen, die regelmäßig Mäuse fangen oder Aas fressen, sollten monatlich gegen Bandwürmer behandelt werden, ebenso Katzen, die rohes Fleisch bekommen, alle vier Wochen. Was du dabei nie tust: ein Parasitenmittel für Hunde bei der Katze anwenden. Die Vetmeduni Wien nennt die Permethrin-Vergiftung durch Hundepräparate als häufigen Notfall.

Der Rest ist Wohnungsinventar. Lilien kommen nicht ins Haus, auch nicht als Strauß auf dem Schrank, den die Katze angeblich nicht erreicht. Geschenkbänder, Nähgarn, Haargummis und Lametta gehören in die Schublade, weil eine verschluckte Schnur den Darm einschnüren kann. Und wer eine Langhaarkatze hat, bürstet regelmäßig – jedes Haar in der Bürste ist eines, das nicht im Magen landet.

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FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wie lange darf meine Katze Durchfall haben, bevor ich zum Tierarzt muss?

Bei einer sonst munteren erwachsenen Katze, die frisst und trinkt, darfst du leichten Durchfall einen Tag beobachten. Ist der Kot nach 24 Stunden nicht deutlich fester, kommt Erbrechen dazu, ist Blut im Kot oder wird die Katze matt, gehört sie in die Praxis. Kitten, Senioren und chronisch kranke Katzen bringst du früher, weil bei ihnen Flüssigkeitsverlust schneller gefährlich wird.

Darf ich meine Katze bei Erbrechen fasten lassen?

Nein, nicht über längere Zeit. Anders als Hunde vertragen Katzen Fastenpausen schlecht: Bleibt die Nahrung länger aus, kann die Leber verfetten – die sogenannte hepatische Lipidose, die stationär behandelt werden muss. Tierärzte raten, eine Katze nicht länger als zwölf Stunden ohne Futter zu lassen und nach einmaligem Erbrechen kleine Portionen Schonkost anzubieten. Frisst sie 24 Stunden gar nichts, ist das ein Grund für eine Untersuchung.

Was ist Schonkost für Katzen und wie lange füttere ich sie?

Schonkost für Katzen ist leicht verdauliches, ungewürztes Futter: gekochtes Hühnerfleisch ohne Haut, ergänzt um etwas Hüttenkäse oder Magerquark. Reis, der bei Hunden üblich ist, verwerten Katzen schlechter. Verteile die Menge auf vier bis fünf kleine Mahlzeiten und füttere so drei bis fünf Tage, danach mischst du schrittweise wieder das gewohnte Futter unter. Schonkost ist nicht ausgewogen und deshalb kein Dauerfutter; alternativ gibt es fertige Magen-Darm-Diäten aus der Tierarztpraxis.

Kann Stress bei Katzen Erbrechen und Durchfall auslösen?

Ja. Eine Untersuchung der Ohio State University, veröffentlicht 2011 im Journal of the American Veterinary Medical Association, beobachtete 32 Katzen über 77 Wochen: Sobald die Routine gestört wurde – etwa durch andere Pfleger oder verschobene Fütterungszeiten –, traten Erbrechen, Absetzen neben der Kiste und Futterverweigerung 3,2-mal so häufig auf, auch bei völlig gesunden Tieren. Typische Auslöser im Haushalt sind neue Katzen, Umzüge, Streit um Kisten und Näpfe und zu wenig Rückzugsorte.

Wie oft ist Erbrechen bei Katzen noch normal?

Gesunde Katzen erbrechen selten: Als unauffällig gelten ein- bis zweimal im Jahr, bei Langhaarkatzen wegen der Haarballen bis zu vier- bis sechsmal. Ein Haarballen alle ein bis zwei Wochen ist bei Katzen, die viel Fell schlucken, ebenfalls kein Alarmzeichen. Erbricht deine Katze öfter als einmal pro Woche oder kommen Gewichtsverlust, Mattigkeit oder Durchfall hinzu, sollte die Ursache tierärztlich abgeklärt werden.

Die Bilder in diesem Beitrag wurden mit künstlicher Intelligenz erstellt.

Donata Ebel, Tierkommunikatorin aus Innsbruck, im dunklen Nadelstreifenhemd vor hellem Hintergrund.

Über die Autorin

Donata Ebel

Tierkommunikatorin in Innsbruck

Schon mit vier Jahren entdeckte ich, dass ich Tiere auf einer nonverbalen Ebene verstehen kann. Heute arbeite ich als Brücke zwischen Mensch und Tier: Ich nehme Gefühle, Bilder und Botschaften auf und übersetze sie für ihre Menschen – für Tierhalter ebenso wie für Tierheime, Bauernhöfe und Therapieeinrichtungen.

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